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Tablebases bremsen die Suche aus, das gilt als gesichertes Wissen. Stimmt bloß nicht! Nicht mehr, wie CSS-Tester Gerhard Sonnabend herausfand. Er speicherte die Fünfsteiner auf USB-Sticks, und der Unterschied zu Tablebases auf Festplatte ist derselbe wie zwischen Porsche und Polo!
Tablebases liefern perfekte Bewertungen, aber zu welchem Preis! Die Knotenzahlen der Programme brechen drastisch ein durch den Zugriff auf die riesigen Datenbanken, und die Engines können nicht so tief in den Suchbaum vordringen. Das liegt hauptsächlich an den verwendeten Datenträgern: zwar haben Festplatten in den letzten Jahren viel Geschwindigkeit zugelegt, sind aber im Vergleich beispielsweise zum Hauptspeicher dennoch schneckenlangsam, weil sie mechanisch arbeiten, also bewegte Teile enthalten. Eine Untersuchung hat ergeben, dass vor allem die Zugriffszeit das Killerkriterium bei Tablebase-Zugriffen ist, die Zeit also, die ein Laufwerk braucht,  | | Einer der verwendeten USB-Sticks | um eine bestimmte Information auf dem Datenträger zu suchen. Bei Festplatten hängt die Zugriffszeit ausschließlich von der Drehzahl ab und von der Geschwindigkeit, mit der der Schreib-/Lesekopf bewegt wird. Die ist bei verschiedenen Platten durchaus unterschiedlich, und es zeigte sich, dass Server-Platten spürbar schnelleren TB-Zugriff ermöglichen, was auch auf die Lösezeiten durchschlägt. Typische Zugriffszeiten von Festplatten bewegen sich zwischen 20 Millisekunden bei Notebook-Platten, 10 ms bei Desktop-Laufwerken und 4 ms bei Server-Boliden. Schneller geht es wegen der bewegten Teile kaum.
USB-Sticks enthalten keine bewegten Teile, weil sie aus Flash-Speicher bestehen. Der wird adressiert wie der Hauptspeicher auch und liefert seine Ergebnisse innerhalb einer einzigen Millisekunde zurück. Mittlerweile gibt es USB-Sticks mit vier GByte Kapazität im Handel; zwei davon reichen, um die kompletten Fünfsteiner zu lagern. Statt USB-Sticks kann man ebensogut CF-Karten verwenden, entweder in einem per USB angeschlossenen Kartenleser oder in einem PCMCIA-Adapter. Dass der TB-Zugriff damit schneller gehen müsste als bei Festplatten, war die Vermutung, die CSS-Tester Gerhard Sonnabend bewog, es einfach mal auszuprobieren. Wieviel schneller, sollte ein Experiment ermitteln. Von den Messergebnissen war nicht nur Gerhard sehr überrascht, sondern auch ein gewisser Datenträger-Experte aus der CSS-Redaktion.
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